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Wir haben alle Urteile vorliegen, die in "Mäxchen Treuherz - Rechtsratgeber" genannt sind, - und darüber hinaus noch weitere zu anderen Rechtsgebieten. Uns liegen zur Zeit mehr als 2.700 Urteile vor.
Bevor Sie ein Gerichtsverfahren einleiten wollen oder wenn gegen Sie ein Verfahren eröffnet wird, können Sie sich bei uns erkundigen, ob zu dieser Rechtsfrage bereits Urteile oder Gerichtsverfahren vorliegen.
Wenn Sie einzelne Urteile haben möchten, senden Sie uns bitte 1,44 € Porto. Wir schicken Ihnen dann Kopien der Urteile. Sie können sie dann vor Gericht vorlegen. Oftmals hat die Vorlage von erfreulichen Urteilen einen weiteren Freispruch oder ein weiteres erfreuliches Urteil nach sich gezogen.
Aber auch unerfreuliche Urteile sind wichtig für uns, weil wir dadurch andere davor bewahren können, einen unerfreulichen, nicht erfolgreichen und teueren Prozeß zu führen.
Bitte teilen Sie uns nach dem Ende Ihres Verfahrens das Ergebnis mit und senden Sie uns eine Kopie des Urteils. Unser Archiv ist nämlich nur so gut und so aktuell, wie wir von Ihnen die entsprechenden Entscheidungen erhalten. Nur dann können wir auch anderen Betroffenen helfen bzw. sie warnen.
Wir sind dabei, die wichtigsten, in „Mäxchen Treuherz“ genannten Urteile zu digitalisieren. Bitte entnehmen Sie aus unserem unten stehenden Urteilsverzeichnis, welche Urteile uns vorliegen. Wenn wir einzelne davon an Sie als E-Mail senden sollen, teilen Sie uns bitte Ihre E-Mail-Anschrift, unsere Archivnummer des Urteils (z.B. 51B06) und sicherheitshalber das Thema des Urteils (z.B. Keltenkreuz) mit. Wir senden Ihnen dann das Urteil kostenlos zu.
Themenübersicht
„Unwahre Tatsachenbehauptungen“ (§§ 186, 187 StGB)
„Beleidigende Werturteile“ – Schmähkritik (§ 185 StGB)
„Kollektivbeleidigung“ (§§ 130, 185 StGB)
„Volksverhetzung“ (§ 130 StGB)
„Verunglimpfung des Staates und seiner Symbole“ (§§ 90, 90a StGB)
„Verfassungswidrige Propagandamittel und Kennzeichen“ (§§ 86, 86a StGB)
Zum Stichwort „Unwahre Tatsachenbehauptungen“ (§§ 186, 187 StGB)
(zu „Mäxchen Treuherz und der Müllskandal“)
Die Rechtsprechung hat u.a. die folgenden Tatsachenbehauptungen als unwahr angesehen, - unterlassen Sie daher die folgenden Äußerungen:
- die Behauptung, ein Richter beuge das Recht (BGH, Urteil vom 22.09.1953, Az. 5 StR 213/53, zu finden in NJW 1953, 1722 f.), - 57D53 -,
- die Wiedergabe unrichtiger, verfälschender oder entstellender Zitate (BVerfG, Beschluß vom 03.06.1980, Az. 1 BvR 797/78, zu finden in NJW 1980, 2072 ff. und BVerfG, Beschluß vom 04.10.1988, Az. 1 BvR 556/85, zu finden in NJW 1989, 1789 f. und OLG München, Urteil vom 08.12.1980, Az. 21 U 2015/80, zu finden in AfP 1981, 297 ff. und OLG Saarbrücken, Urteil vom 15.01.1985, Az. 2 U 58/83, zu finden in AfP 1985, 134 ff.), 57B80 + 57B88,
Die Rechtsprechung hat dagegen die folgenden Tatsachenbehauptungen als wahr und daher als erlaubt angesehen:
- die Behauptung, ein bestimmter Firmeninhaber habe „Abgeordnete bezahlt“, wobei unklar war, ob damit Bestechung oder Parteienfinanzierung gemeint war (BGH, Urteil vom 08.06.1982, Az. VI ZR 139/80, zu finden in NJW 1983, 1194 f.) – 57D82,
- die Behauptung anläßlich einer Hausdurchsuchung, „Wir leben in einem freien Land und nicht in der DDR“, und „Grundrechte seien eher durch fragwürdige Polizeiaktionen als durch Terroristen gefährdet“ (OLG Köln, Urteil vom 18.11.1980, Az. Ss 824/80, zu finden in NStZ 1981, 183 f.) – 57K80,
- die Wiedergabe unwahrer Behauptungen eines Dritten mit ausreichender eigener und ernsthafter Distanzierung (BGH, Urteil vom 30.01.1996, Az. VI 386/94, zu finden in NJW 1996, 1131 ff. und OLG München, Urteil vom 26.01.1976, Az. 21 U 5657/75, zu finden in AfP 1976, 130 ff. und OLG Köln, Urteil vom 09.06.1976, Az. 15 U 228/75, zu finden in AfP 1976, 185 f.) - 57D96.
Zum Stichwort „Beleidigende Werturteile“ – Schmähkritik (§ 185 StGB)
(zu „Mäxchen Treuherz und die neurotische Staatsanwältin“)
Die Rechtsprechung hat es u.a. als verbotene Schmähkritik angesehen, - unterlassen Sie daher derartige Äußerungen !
- die Bezeichnung eines Abtreibungsarztes als „Damals Holocaust – heute Babycaust“ (BVerfG, Beschluß vom 25.05.2006, Az. 1 BvR 49/00 u.a., zu finden in NJW 2006, 3769), - 57B06 -,
- die Bezeichnung einer Bank als „mafia-vergleichbar“ (OLG Hamm, Urteil vom 07.06.1979, Az. 6 Ss 253/79, zu finden in Der Betrieb 1980, 1215), 57K79 -,
- die Bezeichnung eines Arbeitgebers als „Ausbeuter, der Entlassungsterror betreibe“ und die Herabsetzung der Gewerkschaften als „korrupt“ und als „Unterdrückungsinstrument gegen die Arbeiterklasse“ (BAG, Urteil vom 15.12.1977, Az. 3 AZR 184/76), - 57E77 -,
- die Bezeichnung eines Beamten als „gefühllos, dickfellig, dem Menschlichkeit fremd sei“ (OLG Düsseldorf, Urteil vom 21.04.1982, Az. 2 Ss 95/82- 31/82, zu finden in AfP 1982, 234 f.), 57K82 -,
- die Bezeichnung eines Polizisten als „Clown“ (KG, Urteil vom 12.08.2005, Az. 1 Ss 93/04, zu finden in NJW 2005, 2872) – 57K05 -,
- die Bezeichnung eines Urteils als „Terrorurteil“ (BGH, Urteil vom 30.03.1955, Az. 6 StR 246/54, zu finden in MDR 1955, 396), - 57D55 -,
- der Vorwurf gegen einen Richters, er habe „willkürlich“ gehandelt (AG Marburg, Urteil vom 24.04.2003, Az. 5/3 Js 4259/02, zu finden in NStZ-RR 2004, 203), - 57P03
- die Herabsetzung eines Richters als „zuzuordnen dem Volksgerichtshof“ (OLG Hamburg, Urteil vom 23.01.1990, Az. 2 Ss 103/89 (42) 105/88 Ns, zu finden in NJW 1990, 1246 f.), - 57K90 -,
Unklar ist, ob es sich hier um eine Schmähkritik handelt oder nicht, - unterlassen Sie daher lieber eine derartige Äußerung:
- die Bezeichnung einer linksgerichteten Person als „Zecke“ oder „rote Zecke“ (BVerfG, Beschluß vom 03.05.1999, Az. 2 BvR 621/99), - 57B99 -,
Die Rechtsprechung hat es dagegen nicht als Schmähkritik und daher als erlaubt angesehen:
- die Bezeichnung eines Zeitungsartikels als „Gangsterjournalismus“ (OLG München, Urteil vom 14.02.1977, Az. 21 U 3346/76, zu finden in AfP 1977, 282 ff.), - 57K77 -,
- die Äußerung, eine Behörde handele „pflichtwidrig“ (VGH Kassel, Beschluß vom 26.04.1989, Az. 6 TG 748/89, zu finden in NJW 1990, 1005 f.), - 57N89 -,
- die Bezeichnung von Soldaten als „Mörder“ (BVerfG, Beschluß vom 25.08.1994, Az. 1 BvR 1423/92, zu finden in NJW 1994, 2943 f. und BVerfG, Beschluß vom 10.10.1995, Az. 1 BvR 1476/91, 1980/91, 102/92 und 221/92, zu finden in NJW 1995, 3303 ff. und KG, Urteil vom 05.06.2002, Az. 1 Ss 247/98, zu finden in NJW 2003, 685), - 57B94 + 57B95 -,
- die Bezeichnung eines Verbandes bzw. einer Partei als „undemokratisch“, sie werfe „Steuergelder zum Fenster hinaus“ und betreibe „Mißwirtschaft“ (BVerfG, Beschluß vom 19.12.1990, Az. 1 BvR 389/80, zu finden in AfP 1991, 387 ff. und BVerfG, Beschluß vom 09.10.1991, Az. 1 BvR 1555/88, zu finden in NJW 1992, 1439 ff. und OLG München, Urteil vom 01.08.1990, Az. 21 U 3758/90, zu finden in AfP 1992, 258 ff.), - 57B90 + 57B91 -,
- die Äußerung, ein Politiker habe einen „zwiespältigen Charakter“ (BGH, Urteil vom 20.01.1959, Az. 1 StR 518/58, zu finden in BGHSt 12, 287 ff.) – 57D59 -,
- die Bezeichnung eines Politikers als „scheinheilig“ (OLG Köln, Urteil vom 24.06.1986, Az. Ss 84-85/86, zu finden in AfP 1987, 524 ff.), - 57K86 -,
- die Bezeichnung eines Politikers als „Versager“ (BVerfG, Beschluß vom 25.04.1985, Az. 2 BvR 617/84, zu finden in NJW 1985, 2521 f. und LG Halle, Urteil vom 06.12.1994, Az. 3 O 279/94, zu finden in AfP 1995, 421 ff.), 57B85 -,
- die Bezeichnung eines Stadtrates als „arme Irre, hirnrissig, Lakaien der alliierten Siegermächte“ und die Bezeichnung der Bombardierung Dresdens im Jahre 1945 als „Bombenholocaust“ (OLG Bamberg, Urteil vom 24.10.2006, Az. 3 Ss 86/2006) – 57K06 -,
- die Bezeichnung der Partei „PDS“ als „SED von gestern, Verbrecherbande und Mörderbande“ (KG, Beschluß vom 10.06.1992, Az. 9 W 3119/92, zu finden in Deutsch-deutsche Rechtszeitschrift 1992, 286 f.), - 57K92 -
- die Bezeichnung der NPD als „nicht wählbarer krimineller Bodensatz in einer offenen Gesellschaft“ (LG Potsdam, Beschluß vom 29.09.1999, Az. 3 O 496/99), - 57O99 -,
- die Bezeichnung der Vereinigung „Ein Herz für Deutschland“ als „Rechtsterroristen“ (AG Pforzheim, Urteil vom 08.11.2002, Az. 85 Js 3744/02, zu finden in NStZ-RR 2003, 202) – 57P02 -
- die Herabsetzung einer rechtsgerichteten Person als „braune Ratte“ (LG Paderborn, Beschluß vom 22.11.1993, Az. 1 S 180/93), - 57O93 -,
- echte – und nicht bloß rhetorische – Fragen (BVerfG, Beschluß vom 09.10.1991, Az. 1 BvR 221/90, zu finden in NJW 1992, 1442) – 57B91.
Zum Stichwort „Kollektivbeleidigung“ (§§ 130, 185 StGB)
(zu „Mäxchen Treuherz und die Widerstandskämpfer“)
Beleidigungsfähig sind, - unterlassen Sie daher Beleidigungen gegen diese Gruppen:
- die Richter des Bundesverfassungsgerichtes (BGH, Urteil vom 22.09.1953, Az. 5 StR 213/53, zu finden in NJW 1953, 722), - 58D53 -
- die Gewerkschaften, - entschieden wurde über die Postgewerkschaft - (BGH, Urteil vom 18.05.1971, Az. IV ZR 220/69, zu finden in NJW 1971, 1655), - 58D71 -
- eine bestimmte Bank (OLG Köln, Urteil vom 20.02.1979, Az. 1 Ss 69/79, zu finden in NJW 1979, 1723), - 58K79 -
- die Spitze der Großbanken (OLG Hamm, Urteil vom 07.06.1979, Az. 6 Ss 253/79, zu finden in Der Betrieb 1980, 1215), - 58K79 -
- die Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus (BGH, Urteil vom 08.05.1952, Az. 5 StR 182/52, zu finden in NJW 1952, 1183 und BGH, Urteil vom 06.05.1958, Az. 5 StR 14/58, zu finden in BGHSt 11, 329 ff.), - 58D52 + 58D58 -
- die Juden, die in Deutschland leben (BGH, Urteil vom 28.02.1958, Az. 1 StR 387/57, zu finden in BGHSt 11,207), - 58D58 -
- das Weltjudentum (LG Braunschweig, Urteil vom 24.10.1996, Az. 701 Js 53009/95),
- 58O96 -
- die Freimaurer (LG Braunschweig aaO – 58O96 -,
- die Ausländer, die in Deutschland leben (OLG Hamburg, Urteil vom 18.06.1980, Az. 1 Ss 37/80, zu finden in MDR 1981, 70) – 54K80 -,
- die Asylbewerber, die in Deutschland leben und keinen Anspruch auf Asyl haben (OLG Düsseldorf, Beschluß vom 19.04.1995, Az. 5 Ss 80/95-47/95, zu finden in MDR 1995, 948 – 58K95 -.
Umstritten ist es, ob die folgende Personengruppe beleidigungsfähig ist oder nicht, - unterlassen Sie daher lieber Angriffe gegen sie :
Die Rechtsprechung hat die folgenden Mehrheiten von Menschen nicht als beleidigungsfähig bzw. als Teile der Bevölkerung angesehen, - volksverhetzende und ehrkränkende Äußerungen gegen sie sind also erlaubt:
- die Deutschen (StA Nürnberg-Fürth, Vfg. vom 08.03.1995, Az. 402 Js 32830/95 und StA München I, Vfg. vom 11.03.1997, Az. 112 Js 10111/97) 58U95 + 58U97 -,
- die Homosexuellen (LG Münster, Beschluß vom 28.05.2001, Az. 8 Qs 21/01) - 58O01 -,
- die ehemaligen Soldaten der Wehrmacht, die den Zweiten Weltkrieg mitgemacht haben (StA Tübingen, Vfg. vom 01.09.1995, Az. 15 Js 5925/95 und StA Hamburg, Verfügung vom 09.05.1996, Az. 141 Js 200/95) – 58U95 + 58U07,
- die aktiv an der Entnazifizierung Beteiligten (BGH, Urteil vom 23.11.1951, Az. 2 StR 612/51, zu finden in NJW 1952, 392), - 58D51 -
- die Zionisten in Deutschland (LG Essen, Urteil vom 31.08.1981, Az. 25 Qs 31/81),
- 58O81 -
- die Rechtsradikalen, “Braunen”, Skinheads und Neonazis (StA Hamburg, Vfg. Vom 22.01.1993, Az. 141 Js 747/92 und StA Hamburg, Vfg. vom 27.10.2000, Az. 7101 Js 512/00) – 58U93 + 58U00-
- die Antifa (StA Schwerin, Verfügung vom 16.07.2001, Az. 111 Js 1833/01) - 58U01-.
- das antideutsche Pack (AG Berleburg, Urteil vom 15.08.1997, Az. 4 Ds 45 Js 44/97) - 54P97
- die Feinde Deutschlands (AG Berleburg, aaO) – 54P97 -,
- die Dritte Welt (BayObLG, Beschluß vom 22.03.1990, Az. Rreg 5 St 136/89 zu finden in NJW 1990, 2479 f.) – 54J90 -.
Zur „Volksverhetzung“ (§ 130 StGB)
(zu „Mäxchen Treuherz und die Ausländer“)
Die Rechtsprechung hat die folgenden Äußerungen als strafbar angesehen, - unterlassen Sie daher derartige Äußerungen:
- ein Tonträger, in dem „Punker“ als „bunthaarige Schweine“ und Kommunisten als „dreckiger als das dreckigste Schwein…Rote raus“ bezeichnet werden (BGH, Urteil vom 03.04.2008, Az. 3 StR 394/07) 54D08 = 58D08,
- ein Aufkleber, auf dem ein Schwein zu sehen ist, das Brotlaibe verschlingt und schwarze Menschen ausscheidet, mit dem Zusatz "Brot für die Welt" (OLG Düsseldorf, Beschluß vom 19.04.1995, Az. 5 Ss 80/95 und 47/95, zu finden in MDR 1995, 948)- 54K95,
- die Bezeichnung von Zigeunern als „Pack“ und „Gesindel“, die „Kinder wie Karnickel produzierten“ (OLG Hamburg, Beschluß vom 11.09.1998, Az. 2 Ss 46/98) – 54K98,
- die Bezeichnung von Ausländern als „Sozialparasiten“ (OLG Frankfurt/Main, Urteil vom August 2000, Az. 2 Ss 147/00, zu finden im Handelsblatt vom 16.08.2000)- 54O00,
- Schriften, in denen behauptet wird, die Ausländer und Zigeuner “wollten nur unser Geld und nähmen uns Wohnungen und Arbeit weg” (OLG Köln, Beschluß vom 01.03.1994, Az. Ss 17/94, und VGH Kassel, Beschluß vom 24.02.1993, Az. 6 TG 414/93) – 54K94 + 54N93,
- ein sogenanntes „100-Tage-Programm“, in dem die Ausländer als „loszuwerdende Vertreibungsmasse … aus dem Deutschen Reich“ bezeichnet werden (BGH, Urteil vom 08.08.2006, Az. 5 StR 405/05) – 54D06,
- ein Brief, in dem die „vielen unerwünschten Ausländer“ als „Invasion“ bezeichnet und zur „Notwehr gegen die Überfremdung“ aufgerufen wird (BayObLG, Beschluß vom 22.02.2002, Az. 1St RR 14/02) – 54J02,
- ein Aufkleber mit der Aufschrift “Rassenmischung“ sei „Völkermord” und dem Zusatz “So nicht” unter einer Zeichnung, auf der sich ein dunkelhäutiger Mann und eine hellhäutige Frau umarmen (OLG Zweibrücken, Urteil vom 24.06.1994, Az. 1 Ss 80/94, zu finden in NStZ 1994, 490 f.) – 54K94,
- die Bezeichnung der Ehe zwischen einem Neger und einer Weißen als “unästhetisch und pervers” und des Negers als “abstoßend, brutal, primitiv, absolut kulturlos und unterentwickelt” (OLG Hamburg, Urteil vom 18.02.1975, Az. 2 Ss 299/74, zu finden in NJW 1975, 1087) – 54K75,
- die Zurückweisung von Ausländern, nur weil sie Ausländer sind, durch den Inhaber einer Gaststätte bzw. Diskothek (BayObLG, Urteil vom 07.03.1983, Az. Rreg 2 St 140/82, zu finden in NJW 1983, 2040 und OLG Frankfurt/Main, Urteil vom 08.01.1985, Az. 5 Ss 286/84, zu finden in NJW 1985, 1721) – 54J83 + 54K85,
- die Forderung hinsichtlich der deutschen Fußballnationalmannschaft, daß „weiß“ nicht nur eine Farbe“ sei (LG Berlin, Urteil vom 18.05.2006, Az. 27 O 419/06) – 54O06,
- Schriften, in denen behauptet wird, die Juden handelten “verwerflich und verächtlich”, weil sich ihre Auserwähltheit auf “Liste und Betrug” gründe, weil sie für die “Vernichtung” anderer Völker beteten, und weil sie sich nicht an Versprechungen und Eide hielten (BGH, Urteil vom 12.12.1961, Az. 3 StR 35/61, zu finden in BGHSt 17, 28 ff und BGH, Urteil vom 12.12.12.12.1961, Az.3 StR 3561, zu finden in BGHSt 17, 28 ff.) – 55D61 + 55D61,
- Schriften, in denen von einer “geheimen jüdischen Weltregierung” die Rede ist, die bereits zwei Weltkriege angezettelt hätte und den dritten anstrebe, und in denen gefordert wird, daß kein Jude in der BRD einen maßgebenden Posten bekleiden dürfe (BGH, Urteil vom 28.02.1959, Az. 1 StE 1/59, zu finden in BGHSt 13, 32) – 55D59,
- die Behauptung, es fände ein “Völkermord am deutschen Volk” durch “Millionen einwandernder Juden” statt und alle Deutschen sollten dagegen “Notwehr” leisten (AG Bremen, Urteil vom 17.04.1998, Az. 220 Js 56579/97) 55P98,
- historische antisemitische Bücher aus dem Dritten Reich (OLG Celle, Urteil vom 14.01.1997, Az. 1 Ss 271/96, zu finden in NStZ 1997, 495 f.)- 54K97,
- ein Vortrag über “Rassenkunde” und die Juden mit Zitaten aus dem Dritten Reich (AG Betzdorf, Urteil vom 02.05.1996, Az. 2102 Js 4421/95 – 2 Ds) – 55P96,
- das Bekleben eines Wahlplakates mit dem Wort “Juden”, so daß das Wahlplakat dann lautete “Hamburg wählt seinen Juden Dr. W...” (BGH, Urteil vom 15.11.1967, Az. 3 StR 4/67, zu finden in BGHSt 21, 371 ff.) – 55D67,
- die Bezeichnung eines bestimmten Juden als “Juden” (BGH, Urteil vom 29.11.1955, Az. 5 StR 322/55, zu finden in BGHSt 8, 325) – 55D55,
- das Bestreiten der Judenvernichtung im Internet durch einen Australier in Australien (BGH, Urteil vom 12.12.2000, Az. 1 StR 184/00) – 56D00,
- das Wort “angeblich” im Zusammenhang mit dem Holocaust (LG Hamburg, Urteil vom 02.07.1997, Az. 141 Js 129/95) – 56O97,
- die Bezeichnung der Judenvernichtung als „Greuelmärchen“, mit dem Israel einen „gigantischen politischen Betrug“ begehe (BGH, Urteil vom 14.01.1981, NStZ 1981, 258) – 56D81,
- die Behauptung, nur “Esel” glaubten noch an den Holocaust (BVerfG, Beschluß vom 23.04.1982, Az. 1 BvR 1138/81, zu finden in NJW 1982, 1803 = MDR 1983, 22 f.),
- das Herunterrechnen der Opferzahlen von Auschwitz von 6 Millionen auf 930.000 und die Benutzung des Wortes „Lüge“ in diesem Zusammenhang (BGH, Urteil vom 22.12.2004, Az. 2 StR 365/04, zu finden in NJW 2005, 691) – 56D04,
- die Behauptung, bei Fotos jüdischer Opfer des Holocaustes handele es sich um “Fotomontagen und Fälschungen” (BVerfG, Beschluß vom 03.02.2000, Az. 2 BvR 152/00) – 56B00,
- die Behauptung, das „Weltjudentum“ hätte in der Zeitung „Daily Expreß“ vom 24.03.1933 dem nationalsozialistischen Deutschland den Krieg erklärt, und der Boykott der Nationalsozialisten sei darauf nur eine Reaktion gewesen (AG Achern, Strafbefehl vom 26.06.2003, Az. 300 Js 5141/03) – 56P03,
- die Behauptung, bei dem Bombenangriff auf Dresden im Februar 1945 seien “mehr Menschen” umgekommen als “in allen KZs während des Krieges” (OLG Frankfurt/Main, Beschluß vom 27.09.2000, Az. 2 Ss 296/00) – 56K00,
- ein Buch, in dem behauptet wird, die Juden hätten durch ihren Tod bei der Judenvernichtung ihr “Karma” erfüllt und durch ihren Tod sich selbst von Missetaten befreit, die sie in früheren Leben begangen hätten (LG Koblenz, Urteil vom 30.05.2000, Az. 2101 Js 54963/96) – 56O00,
- die Angabe des Namens “Anne Frank” als Verantwortliche für “Märchen” im Impressum einer Zeitschrift (AG Bochum, Urteil vom 08.09.1995, Az. 74 Ls 33 Js 199/94 – AK 12/95) – 56P95,
- das Stellen von Beweisanträgen in einem Strafverfahren wegen § 130 StGB durch einen Rechtsanwalt, die einzelne Umstände in den Konzentrationslagern zum Inhalt hatten, weil sie wegen der Offenkundigkeit der Judenvernichtung einen verteidigungsfremden Zweck hatten (BGH, Urteil vom 04.04.2000, Az. 1 StR 502/99, zu finden in NJW 2000, 2217 und Urteil vom 10.04.2002, Az. 5 StR 485/01, zu finden in NStZ 2002, 538 und Beschluß vom 24.05.2006, Az. 2 AR 199/06 – 2 AR 102/06), - 56D00 + 56D02 +56D06.
Umstritten ist es, ob die folgenden Äußerungen strafbar sind oder nicht, es liegen hier sowohl Verurteilungen als auch Freisprüche vor oder nur Freisprüche nach altem Recht vor, - unterlassen Sie daher lieber derartige Äußerungen:
- die Bezeichnung der Judenvernichtung als „Mythos“ oder als „veram fabulam“ bezeichnet wird (BGH, Urteil vom 26.01.1983, Az. 3 StR 414/82 (S) und BGH, Urteil vom 27.01.1998, Az. VI ZR 72/97 und OLG Hamburg, Urteil vom 25.03.1998, Az. 1 Ss 14/97) – 56D98 + 56D83 + 56K98.
Die Rechtsprechung hat dagegen die folgenden Äußerungen als erlaubt angesehen:
- ein Flugblatt mit der Aufschrift „Deutsche - wehrt Euch! Nein zum EU-Beitritt der Türkei! Nein zur Islamisierung Europas! Ausländerrückführung statt weiterer Zuwanderung!“ (LG Dresden, Beschluß vom 05.02.2004, Az. 7 Qs 1/04)- 54O04,
- ein Tonträger, auf dem von „Türkenbanden, die auf dem Schulhof regieren, albanischen Drogendealern, und Menschenhandel, fest in russischer Hand“ gesungen wird (BGH; Urteil vom 03.04.2008, Az. 3 StR 394/07) – 54D08 = 58D08,
- ein Flugblatt, in dem behauptet wird, Schwarzafrikaner und Kosovo-Albaner handelten mit Rauschgift, die russische Mafia erpresse Landsleute und Kurden begingen Anschläge und gefragt wird, warum ausländische Rauschgifthändler und Straßenräuber nicht endlich des Landes verwiesen würden (LG Lübeck, Urteil des LG Lübeck vom 24.03.1997, Az. 4 Qs 190/96) - 54O97,
- ein Flugblatt mit der Forderung “Statt Abtreibung in Deutschland - Kondome für die Dritte Welt” (BayObLG, Beschluß vom 22.03.1990, Az. Rreg 5 St 136/89, zu finden in NJW 1990, 2479 f.) – 54J90,
- eine Versammlung zum Thema “Herren im eigenen Land statt Knechte der Fremden” (BVerfG, Beschluß vom 07.04.2000, Az. 1 BvQ 17-18/01) – 83B01 = 54B01,
- eine Wahlwerbesendung, ind er es u.a. heißt „Deutschland soll deutsch bleiben, die Türkei den Türken, aber Deutschland den Deutschen“ (LG Mainz, Urteil vom 13.07.1989, Az. 1 O 211/89, Az. NJW 1990, 2557) – 54O89,
- ein Flugblatt zum Thema „Benehmen sich so Gäste ?“ (BVerfG, Beshcluß vom 12.11.2002, Az. 1 BvR 232/97, zu finden in NJW 2003, 660) – 54B02,
- die Bemerkung über einen weißhäutigen Vater mit dunkelhäutigen Kindern „So sieht das neue Deutschland aus“ (OLG Karlsruhe, Beschluß vom 13.12.2007, Az.2 Ss 150/07) – 54K07,
- ein Aufkleber mit der Aufschrift “Multi-Kulti – Nein danke !” (StA Coburg, Vfg. vom 14.06.1995, Az. 5 Js 638/95) – 54U95,
- eine Versammlung zum Thema „Kein Multikulti in Bergedorf“, die sich gegen den Bau einer Moschee wendet (OVG Hamburg, Beschluß vom 06.02.2007, Az. 4 Bs 23/07) – 54N07 = 83N07,
- eine Versammlung zum Thema „Stoppt die Islamisierung Deutschlands – keine Großmoschee in Frankfurt“ (VGH Kassel, Beschluß vom 18.10.2007, Az. 6 TG 2221/07) – 54N07 = 79N07,
- eine Wahlwerbesendung, in der „die Streichung der Zuschüsse für die jüdische Gemeinde, Streichung der Fördergelder für Migration und Integration, Ausweisung aller kulturfremden Ausländer“ gefordert wird (VGH Kassel, Beschluß vom 04.01.2008, Az. 8 B 17/08) – 54N08 = 80N08,
- Äußerungen, die sich ausschließlich gegen den Staat Israel richten, - im vorliegenden Falle ging es um die Behandlung der Palästinenser (OLG Hamburg, Urteil vom 28.04.1970, Az. 2 Ss 41/70, zu finden in NJW 1970, 1649 f.) – 55K70,
- Äußerungen, die sich ausschließlich gegen die Zionisten richten (LG Essen, Urteil vom 31.08.1981, Az. 25 Qs 31/81-6 Ls 29 Js 16/81 und LG Leipzig, Urteil vom 28.08.2003, Az. 303 Js 36016/02) – 55O81 + 55O03,
- ein Aufsatz von Frithjof Meier in der Zeitschrift „Osteuropa“ vom Mai 2002, in der die Zahl der in Auschwitz ermordeten Juden auf 356.000 beziffert wurde (StA Stuttgart, Verfügung vom 28.05.2003, Az. 4 Js 75185/02) – 56U03,
- die Ablehnung des Holocaust-Mahnmales in Berlin und die Ablehnung der Kollektivschuld des deutschen Volkes an der Judenvernichtung (OLG Karlsruhe, Beschluß vom 13.10.2005, Az. 3 Ss 50/05) – 56K05.
Es ist nur erlaubt, volksverhetzende Schriften bzw. Äußerungen
- privat zu besitzen, also jeweils ein einziges Stück in seiner Wohnung aufzubewahren (LG Flensburg, Beschluß vom 26.06.1986, Az. II Qs 147/86) – 56O86,
- in einem kleinen Kreis zu äußern, also gegenüber einem engen, überschaubaren und bestimmten Personenkreis, so daß sie der breiten Öffentlichkeit nicht bekannt wird und auch nicht bekannt werden kann (LG Köln, Urteil vom 05.07.2000, Az. 155-44/00 und AG Recklinghausen, Urteil vom 15.11.1996, Az. 33 Js 222/95) – 56O00 +56P96.
Zum Stichwort „Verunglimpfung des Staates und seiner Symbole“ (§§ 90, 90a StGB)
(zu „Mäxchen Treuherz und der Unrechtsstaat“)
Die Rechtsprechung hat es u.a. als strafbar angesehen, - unterlassen Sie daher derartige Äußerungen und Handlungen :
- die Bezeichnung der BRD als “Unrechtsstaat” (BGH, Urteil vom 07.01.1955, Az. 6 StR 185/54, zu finden in BGHSt 7, 110) – 53D55 -,
- die Behauptung, die BRD sei “kein Rechtsstaat”, sondern eine “Gesinnungsdiktatur” (LG Bamberg, Beschluß vom 07.08.1996, Az. 5 Ns 108 Js 9081/95) - 53O96 -,
- die Behauptung, die BRD sei eine „Bimbes-Republik“, ein „käuflicher Saustall“, die sich „willig jüdischen Befehlen beuge“ (BGH, Beschluß vom 15.10.2002, Az. 3 StR 270/02, zu finden in NStZ 2003, 145) – 53D02 -,
- die Bezeichnung der BRD als “Coca-Cola-Bude”, in der “Korruption, Verrat und Eidbruch” herrschten (BGH, Urteil vom 14.10.1952, Az. 2 StR 339/52, zu finden in BGHSt 3, 346) – 53D52 -,
- die Behauptung, in der BRD herrschten “Lüge, Rechtlosigkeit und Terror” und in ihr herrschten “Verbrecher und Vaterlandsverräter” (BGH, Urteil vom 24.08.197, Az. 3 StR 229/77) – 53D77 -,
- die Bezeichnung der Bundestagswahlen als “Betrugsmanöver” (VGH Mannheim, Beschluß vom 22.09.1976, Az. X 1868/76 zu finden in NJW 1976, 2177) – 53N76 -,
- die Bezeichnung der Farben schwarz-rot-gold als “schwarz-rot-mostrich” (OLG Braunschweig, Beschluß vom 04.10.1952, Az. Ws 158/52, zu finden in NJW 1953, 875) – 53K52 -,
- ein Aufkleber mit dem hessischen Staatswappen, einem Löwen, der einen Polizeihelm auf dem Kopf trägt und einen blutverschmierten Schlagstock in der Pranke hält, (BVerfG, Beschluß vom 24.09.1984, Az. 1 BvR 976/84, zu finden in NJW 1985, 263) – 53B84 -,
- die Bezeichnung der Bundesregierung als “Rasselbande, Verbrecherbande und Lügenpack” (LG Bamberg, Urteil vom 20.11.1952, Az. 2 KMs 8/52, zu finden in NJW 1953, 675) – 53O52 -.
Die Rechtsprechung hat es dagegen als erlaubt angesehen:
- die Bezeichnung der BRD als „scheinsouverän“ (LG Stade, Urteil vom 07.02.2007, Az. 125 Js 2557/05) – 53O07 -,
- die Bezeichnung der BRD als “Kriegssiegerprotektorat”, deren Entstehung auf einem Bruch des Völkerrechts sowie des Reichsrechts beruhe (StA Hamburg, Vfg. vom 23.09.1992, Az. 141 Js 490/92) – 53U92 -,
- die Behauptung, das Bonner System sei dabei, den Boden der freiheitlich-demokratischen Grundordnung zu verlassen, und es sei bestrebt, durch versuchten Verfassungsbruch den diktatorischen Polizeistaat zu errichten (StA München, Vfg. Vom 21.04.1993, Az. 112 Js 3008/93) – 53U93 -,
- die Behauptung, in der BRD gebe es eine “Gesinnungsjustiz gegen Rechts” (LG Tübingen, Urteil vom 19.04.2001, Az. 15 Js 4815/98) – 53O01 -,
- ein Lied mit dem Text “Deutschland muß sterben” (BVerfG, Beschluß vom 03.11.2000, Az. 1 BvR 581/00) – 53B00 -,
- ein Aufkleber mit dem Text "BRD heißt das System, morgen wird es untergeh'n" (StA Aschaffenburg, Vfg. Vom 11.01.1995, Az. 112 Js 15970/94) – 53U95 -,
- die Aufforderung zum „Umsturz“ der BRD durch gewaltfreie Beseitigung der bisherigen staatlichen Ordnung und Ersetzung durch ein anderes politisches System (BGH, Beschluß vom 07.02.2002, Az. 3 StR 446/01) - 53D02 -,
- eine Fotomontage, auf der ein Gelöbniszeremoniell der Bundeswehr dargestellt wird und darüber ein Mann, der auf die Bundesflagge uriniert (BVerfG, Beschluß vom 07.03.1990, Az. 1 BvR 266/86 und 913/87, zu finden in MDR 1990, 685) – 53B90 -,
- eine Fotomontage, auf der die Umrisse des Bundesadlers vor Gefängnismauern, vergitterten Fenstern und Gefangenen zu sehen ist (OLG Köln, Urteil vom 06.06.1978, Az. 313/78, zu finden in MDR 1978, 1044 f.)- 53K78 -,
- die Darstellung des Bundesadlers als “Skelettvogel” oder “Pleitegeier” (LG Heidelberg, Beschluß vom 10.02.1993, Az. NstE Nr. 8 zu § 90a StGB) – 53O93 -,
- das Stecken einer Bundesfahne in einen Haufen Pferdemist, um damit gegen die Reichskriegsflagge und die Neonazis zu protestieren (LG Aachen, Urteil vom 16.01.1995, Az. 73 Ns 42 Js 166/92, zu finden in NJW 1995, 894) – 53O95,
- eine Parodie auf das Deutschlandlied mit Ausdrücken aus der Fäkalsprache und Pornographie (BVerfG, Beschluß vom 07.03.1990, Az. 1 BvR 1215/87, zu finden in NJW 1990, 1985) – 53B90 -.
Zum Stichwort „Verfassungswidrige Propagandamittel und Kennzeichen“ (§§ 86, 86a StGB)
(zu „Mäxchen Treuherz und die Flugzeuge“)
Unter die strafbaren Propagandamittel im Sinne des § 86 StGB fallen u.a. neben den bekannten nationalsozialistischen Schriften nach der Rechtsprechung, - verwenden Sie diese also nicht -
- Schriften zum Thema “Rassebewußtsein” (OLG Celle, Urteil vom 14.01.1997, Az. 1 Ss 271/96, zu finden in NStZ 1997, 495) – 51K97,
- die Parole, man solle „alles“ geben „für Deutschland“ (BVerfG, Beschluß vom 24.05.2006, Az. 1 BvR 693/06) – 52B06,
- die Parole, die Rotfront solle “verrecken” (BGH, Urteil vom 04.03.1987, Az. 3 StR 575/86, zu finden in MDR, 1988, 353) – 51D87.
Nicht unter die verfassungswidrigen Propagandamittel im Sinne des § 86 StGB fallen dagegen und sind daher erlaubt:
- die kommentarlose Aneinanderreihung von Wehrmachtsberichten, Reden Adolf Hitlers und Reportagen aus dem Zweiten Weltkrieg (BGH, Urteil vom 23.07.1969, Az. 3 StR 326/68, zu finden in BGHSt 23, 64 ff.) – 51D69.
Unter die strafbaren Kennzeichen iSd § 86a StGB fallen neben den bekannten nationalsozialistischen Kennzeichen, wie Hakenkreuz, Siegrune(n) und Hitlerbildern, nach der Rechtsprechung, - verwenden Sie diese also nicht :
- das „Gauabzeichen“ oder „Obergaudreieck“ (BGH, Beschluß vom 31.07.2001, Az. 3 StR 495/01, zu finden in NJW 2002, 3186) – 52D02,
- der Totenkopf (EuGH, Beschluß vom 05.07.2005, Az. ECHR-LGer11.OR (CD1) – 52A05,
- das Keltenkreuz (BGH, Beschluß vom 01.10.2008, Az. 3 StR 164/08) - 52D08 -,
- die Grußform "Mit deutschem Gruß" im Brief (BGH, Urteil vom 08.09.1976, Az. 3 StR 280/76 (S), zu finden in BGHSt 27,1 f. – 52D76,
- die Parole, „unsere Ehre“ heiße „Treue“ (OLG Hamm, Urteil vom 17.04.2002, Az. 2 Ss 160/02, zu finden in NStZ-RR 2002, 231) – 52K02,
- das “Horst-Wessel-Lied” mit richtigem und auch mit verfremdeten Text ( BayObLG, Urteil vom 19.07.1962, Az. Rreg 4 St 171/62, zu finden in NJW 1962, 1878 und OLG Oldenburg, Urteil vom 05.10.1987, Az. Ss 481/87, zu finden in MDR 1988, 251 f.) – 52J62 + 52K87,
- das Lied vom “Wildschützen Jennerwein”, dessen Melodie der des “Horst-Wessel-Liedes” ähnelt (BayObLG, Urteil vom 15.03.1989, Az. Rreg 3 St 133/88, zu finden in NJW 1990, 2660 f.) – 52J89,
- das Lied "Es zittern die morschen Knochen" (OLG Celle, Urteil vom 03.07.1990, Az. 3 Ss 88/90, zu finden in NJW 1991, 1497 f.) – 52O06,
- das Lied „Einst kommt der Tag der Rache“ (LG Köln, Beschluß vom 23.06.2006, Az. 154-65/05) – 52O06,
- alle Fahnen, Abzeichen, Uniformteile, Parolen, Grußformen und Kennzeichen der zweistelligen Zahl verbotener, verfassungswidriger Parteien und verbotener, Vereine, die sich gegen die Verfassungsmäßige Ordnung oder den Gedanken der Völkerverständigung richteten, sowie deren Ersatzorganisationen,
- und alle Symbole, die den verfassungswidrigen Kennzeichen zum Verwechseln ähnlich sind.
Umstritten ist es, ob die folgenden Kennzeichen strafbar sind oder nicht, es liegen hier sowohl Verurteilungen als auch Freisprüche vor, und nach dem Keltenkreuz-Urteil des BGH vom 01.10.2008 ist es fraglich, ob auch in Zukunft noch Freisprüche erfolgen werden - verwenden Sie diese also erst einmal lieber nicht:
- die Hagalrune - – 52O07,
- die Lebensrune – 52D02 + 52J98 + 52K07,
- die Odalrune - 52O93 + 52O97,
- das Thor-Steinar-Abzeichen – 52K05,
- die Triskele – 52O06,
- zwei Mal die Zahl “Acht” – 52O99 + 52O05 + 52O05a,
- der Gruß „Heil“ – 52O04,
- die Parole, der Waffen-SS sei „Ruhm und Ehre“ zu zollen – 52B06 + 52D05,
- das Kopfbild von Rudolf Hess – 52K01,
Nicht unter die verfassungswidrigen Kennzeichen iSd § 86a StGB fallen dagegen und sind somit erlaubt:
- die realistische Darstellung eines Grab- oder Gedenksteins in Form des Keltenkreuzes (BGH, Urteil vom 25.10.1995, Az. 3 StR 399/95, zu finden in NStZ 1996, 81 und BGH, Beschluß vom 01.10.2008, Az. 3 StR 164/08) – 52D95 + 52D08,
- ein Hemd mit dem Markennamen „Consdaple“ (OLG Hamm, Urteil vom 08.10.2002, Az. 2 Ss 407/03) – 52K03,
- die schwarz-weiß-rote Reichskriegsflagge ohne Hakenkreuz (VGH Mannheim, Beschluß vom 15.06.2005, Az. 1 S 2718/05) – 52N05,
- das Deutschlandlied (AG Lüneburg, Beschluß vom 15.12.2003, Az. NZS 15 Gs 419/03 und StA Schwerin, Verfügung vom 17.08.1998, Az. 111 AR 32/98) – 52P03 + 52U98.
Strafbar nach § 86a StGB ist es – neben den bekannten Handlungen des Verbreitens und öffentlichen Verwendens – unterlassen Sie dies daher:
- das Zeigen des Hitlergrußes im Ausland, wenn das deutsche Fernsehen dies später in der BRD ausstrahlt (KG, Urteil vom 16.03.1999, Az. 1 Ss 7/98, zu finden in NJW 1999, 3500) – 52K99.
Umstritten ist es, ob eine strafbare Tathandlung vorliegt oder nicht, es liegen hier sowohl Verurteilungen als auch Freisprüche vor, - unterlassen Sie dies also lieber:
- das unauffällige Tragen eines Fingerringes in der Öffentlichkeit mit einem der oben genannten Kennzeichen – 52K97.
Es ist nur erlaubt, die genannten Propagandamittel und Kennzeichen
- privat zu besitzen, also jeweils ein einziges Stück in seiner Wohnung oder in seiner privaten Sammlung aufzubewahren (LG Flensburg, Beschluß vom 26.06.1986, Az. II Qs 147/86) – 56O86,
- privat zu sammeln, ohne sie zu veröffentlichen (LG Traunstein, Urteil vom 02.12.1996, Az. 3 Ns 130 Js 3971/96) - 52O96 ,
- ein Einzelstück an eine andere Person weiterzugeben, die es bei sich behält (OLG Bremen, Beschluß vom 03.12.1986, Az. Ws 156/86) – 52K86,
- bei einer privaten Feier, z.B. einem Klassentreffen, bei der nur Personen anwesend sind, die durch persönliche Beziehungen miteinander verbunden sind, und an der keine fremden Personen teilnehmen dürfen, zu zeigen (OLG Celle, Urteil vom 10.05.1994, Az. 1 Ss 71/94, zu finden in NStZ 1994, 440 f und OLG Braunschweig, Beschluß vom 27.05.1994, Az. Ss (S) 34/94, zu finden in NStE Nr. 9 zu § 86a StGB und OLG Celle, Urteil vom 13.02.1996, Az. 1 Ss 13/96).) – 52K94 + 52K94a + 52K96.
Nicht unter die Sozialadäquanzklausel fallen nach der Rechtsprechung, die folgenden Handlungen sind daher strafbar, - unterlassen Sie daher die folgenden Tätigkeiten:
- die Verwendung des Hakenkreuzes auf Spielzeug-Flugzeugen (BGH, Urteil vom 25.04.1979, Az. 3 StR 89/79, zu finden in BGHSt 28, 394 ff.) – 52D79,
- die Verkleidung bei einem Faschingsumzug als „Hitler“, der „Sieg Helau“ ruft (AG Münsingen, Urteil vom 01.09.1977, Az. 2 Ds 79/77) - 52P77.
Unter die Sozialadäquanzklausel fallen dagegen die folgenden Handlungen, sie sind also erlaubt:
- das Anbieten von Uniformteilen und Orden mit dem Hakenkreuz nur unter der Voraussetzung, daß die Käufer sie ausschließlich zu den unter der Sozialaqäquanzklausel gebilligten Zwecken verwenden (BGH, Urteil vom 25.05.1983, Az. StR 67/83 (S), zu finden in BGHSt 31, 383 ff.) – 52D83Deutsches Rechtsbüro im Deutschen Rechtsschutzkreis e.V.
Postfach 400 215, 44736 Bochum